JA zum geordneten Atomausstieg

     
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Atomenergie ist unrentabel und spätestens seit Fukushima wissen wir, dass die Risiken nicht kontrollierbar sind. Den Erneuerbaren gehört die Zukunft. Das gilt erst recht für die Schweiz, die die ältesten AKW der Welt betreibt und über ein riesiges Potenzial an Erneuerbaren verfügt. Der geordnete Atomausstieg vervollständigt die Energiestrategie 2050 mit der wichtigen maximalen Betriebsdauer für Atomreaktoren und macht damit den Weg frei für die Energiewende.

Atomstrom ist unrentabel und teuer

Atomstrom ist bereits heute teurer als Strom aus Wasserkraft. Hinzu kommt, dass die Kosten für die Entsorgung des Atommülls, die eigentlich dem Atomstrom aufgebürdet werden müssten, von den Betreibern viel zu tief veranschlagt werden. Alleine auf die AKW Gösgen und Leibstadt warten in den nächsten Jahren Investitionen von gegen einer Milliarde, wenn sie weiterbetrieben werden sollen. Nicht einmal der laufende Betrieb ist kostendeckend: Mit jeder Kilowattstunde Atomstrom wird Geld verbrennt, ein rascher Ausstieg ist die günstigste Lösung.

Uralt-AKW sind eine Bedrohung

Spätestens seit Tschernobyl und Fukushima wissen wir, dass die Risiken nicht kontrollierbar sind. Die Schweiz leistet sich den weltweit ältesten AKW-Park und mit Beznau I sogar das älteste AKW der Welt. Es steht im 47. Betriebsjahr und hat mit grossen Sicherheitsproblemen zu kämpfen. AKW arbeiten mit grosser Radioaktivität, Druckbelastung und hohen Temperaturen. Das verursacht einen grossen Material- und Maschinenverschleiss. Zentrale Bauteile wie der Reaktor lassen sich aber nicht erneuern. Mit unseren AKW haben wir die technische Grenze des Machbaren überschritten und das Risiko ist massiv erhöht, dass auch hierzulande ein Unglück geschieht. Auch die sichere Entsorgung der Abfälle ist ein ungelöstes Problem.

Geordneter Ausstieg schafft Planungssicherheit

Die Energiestrategie 2050 ist ein guter Plan. Er weist der Schweiz den richtigen Weg in die Energiezukunft. Bis 2050 soll unsere Energieversorgung zum grossen Teil auf Energieeffizienz und erneuerbaren Energien basieren. Damit dies passiert, müssen die AKW vom Netz. Das Parlament hat es leider verpasst, diesen zentralen Teil der neuen Energiestrategie verbindlich zu regeln. Einzig ein Neubauverbot wurde im Gesetz festgeschrieben. Es fehlen aber Regelungen zur schrittweisen Ausserbetriebnahme der bestehenden AKW. Die Initiative schliesst diese für das Gelingen der Energiewende zentrale Lücke der Gesetzgebung auf Verfassungsstufe und sorgt dafür, dass die AKW gestaffelt (2017, 2024 und 2029) vom Netz gehen.

Energiewende sichert Versorgung und Arbeitsplätze

Kaum ein anderes Land ist für die Energiewende besser positioniert als die Schweiz. Wir verfügen über ein grosses Potenzial an erneuerbaren Ressourcen: Wasser, Sonne, Wind, Biomasse, Holz. Sonne und Wind stehen praktisch unerschöpflich zur Verfügung und müssen im Gegensatz zu Erdöl, Gas und Uran weder beschafft noch angeliefert werden. Sie machen uns unabhängig von teuren Rohstoffimporten. Der Betrieb eines AKW schafft in der Schweiz nur wenige Arbeitsplätze. Anders sieht es bei den Erneuerbaren aus: Sie schaffen dauerhafte und sinnstiftende Arbeitsplätze im Inland, auch in strukturschwachen Regionen. 

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